BGZ Brixen-Meran

Zertifiziert!

Gruppenbild mit Zertifikat:
(v.l.n.r.) Florian Vogl (Gynäkologe, Meran), Herbert Heidegger (Primar Gynäkologie Meran), Andreas Fabi (Generaldirektor Südtiroler Sanitätsbetrieb), Arthur Scherer (Primar Gynäkologie Brixen), Professor Christian Marth (Vorstand der Universitätsklinik für Frauenheilkunde Innsbruck), Richard Theiner (Landesrat für Gesundheit und Sozialwesen), Siegfried Gatscher (Generaldirektor Sanitätsbetrieb Brixen), Sonia Prader (Gynäkologin, Brixen)

Für rund 300 Südtirolerinnen jährlich lautet die Diagnose Brustkrebs. Ihnen in Zukunft noch besser beistehen, sie besser betreuen und behandeln zu können, ist Ziel des "Brustgesundheitszentrums" der Abteilungen für Gynäkologie der Krankenhäuser Meran und Brixen. Das Zertifikat, mit dem die Ausrichtung des Zentrums an internationalen Qualitätsstandards bescheinigt wird, ist am 11. Dezember 2006  im Beisein von Landesrat Richard Theiner verliehen worden.

Gynäkologen, Pathologen, Radiologen, Radiotherapeuten, Onkohämatologen, Nuklearmediziner und plastische Chirurgen in Brixen, Bozen, Meran und Innsbruck werden sich in Zukunft um die Krebspatientinnen kümmern. Dazu kommt die Betreuung durch Psychoonkologen, Sozialassistenten, Seelsorger und die Mitarbeiter der Südtiroler Krebshilfe. Dass dieses große Team in Sinne der Patienten reibungslos zusammenarbeiten kann, dafür sorgt das "Brustgesundheitszentrum", zu dem sich die Abteilungen für Gynäkologie der Krankenhäuser Meran und Brixen in Zusammenarbeit mit der Uniklinik Innsbruck zusammengeschlossen haben.

Die Behandlung im "Brustgesundheitszentrum" garantiert der Patientin, dass ihr Fall im Team besprochen wird. Im Rahmen von Videokonferenzen mit Experten der Universitätsklinik Innsbruck werden die Diagnose und Therapie sowie alle weiteren Behandlungsschritte festgelegt. Außerdem wird die Patientin von der Diagnose bis zur Nachsorge vom selben Team behandelt. "Die Zertifizierung unserer Einrichtungen als Brustgesundheitszentrum und die Orientierung an internationalen Qualitätsrichtlinien ermöglicht es, Frauen mit Brusterkrankungen noch besser zu behandeln", so Landesrat Richard Theiner bei der Überreichung der Zertifikate heute am späten Nachmittag in Meran.

Durch die fachübergreifende und qualitätsgesicherte Behandlung könne das Risiko, an Brustkrebs zu sterben, entscheidend verringert werden, besätigten heute die Experten, allen voran die Primare der beteiligten Abteilungen, Herbert Heidegger (Meran) und Arthur Scherer (Brixen). Dies sei umso wichtiger, erkranke doch auch in Südtirol mittlerweile jede neunte Frau an Brustkrebs, zwischen 35 und 55 Jahren sei Brustkrebs gar die häufigste Todesursache von Frauen.

Ziel der Einrichtung des "Brustgesundheitszentrums" war, die tägliche Behandlungspraxis an den fachlichen Vorgaben internationaler Brustkrebs-Gesellschaften auszurichten und eine Qualitätszertifizierung durchzuführen. Nach dem Vorbild und in Zusammenarbeit mit der Uniklinik Innsbruck wurden so in beiden Abteilungen ein Qualitätsmanagementsystem eingeführt und die sehr hohen fachlichen Vorgaben der Deutschen Krebsgesellschaft und der Deutschen Gesellschaft für Senologie umgesetzt. (Autor: chr)

 

 
 

Qualitätsbescheinigung für Brustgesundheitszentrum Brixen-Meran

Das Brustgesundheitszentrum Brixen-Meran hat zum zweiten Mal die Zertifizierung der Deutschen Krebsgesellschaft und der Deutschen Gesellschaft für Senologie erhalten. Gesundheits-Landesrat Richard Theiner hat gemeinsam mit den Gynäkologie-Primaren der beiden Krankenhäuser das Zentrum vorgestellt.
 

© LPA 2010: Anni Pürgstaller (KH Brixen), LR Richard Theiner und Herta Leiter (KH Meran)

 

"In dieser Re-Zertifizierung", führte Landesrat Richard Theiner bei der Pressekonferenz aus, "werden Qualität und Wirtschaftlichkeit berücksichtigt. Unsere Sanitätsbetriebe sind in einen europäischen Kontext eingebunden und bieten normierte Standards, sie arbeiten fächerübergreifend in einem Netzwerk und sorgen für eine ganzheitliche Betreuung in einer äußerst schmerzhaften Erfahrung, die viele Familien in unserem Land erleiden müssen."

Der Brustkrebs, das Mamma-Karzinom, ist die häufigste Tumorerkrankung bei Frauen, in Südtirol erkranken jährlich an die 380 Frauen daran. Das Brustgesundheitszentrum Brixen-Meran sichert den erkrankten Frauen Behandlung auf höchstem Niveau zu, unterstrichen die beiden Gynäkologie-Primare Arthur Scherer vom KH Brixen und Herbert Heidegger vom KH Meran.

Das Brustgesundheitszentrum arbeitet mit der vom Südtiroler Professor Christian Marth geleiteten Abteilung für Frauenheilkunde an der Universitätsklinik Innsbruck zusammen. Bereits zum zweiten Mal nach drei Jahren hat es nun von der Deutschen Krebsgesellschaft und der Deutschen Gesellschaft Gesellschaft für Senologie die Zertifizierung erhalten. Dafür müssen folgende Richtlinien eingehalten werden: Die Therapie-Entscheidung wird von einer Expertenkommission getroffen; im Bereich der Vorsorge und Früherkennung müssen mindestens 5.000 Mammographien gemacht werden; eine hohe Frequenz muss, mit mindestens 150 Primärfällen pro Jahr, gegeben sein; jeder Operateur muss mindestens 50 neue Fälle haben; nicht weniger als 800 Chemotherapiezyklen müssen pro Jahr durchgeführt werden; mindestens ein Fünftel der Patientinnen muss an einer Studie teilnehmen. Als Partner der Gynäkologen arbeiten die Mitarbeitenden der Radiologie, Pathologie, Radio-Therapie, Nuklear-Therapie, plastischen Chirurgie, der Psycho-Onkologie und weiterer anderer Dienste. Die Primare Scherer und Heidegger gaben bei der Pressekonferenz ihrer Zufriedenheit darüber Ausdruck, im Rahmen einer übergeordneten Organisation und Verantwortung arbeiten zu können.

Vorgestellt wurde auch das Berufsbild der Breast Care Nurses, deren Ausbildung im vergangenen Jahr an der Universitätsklinik Innsbruck begonnen hat: Die ersten zwei dieser pflegerischen Expertinnen für Brusterkrankungen erläuterten ihre Arbeit. Sie seien, führten Anni Pürgstaller vom KH Brixen und Herta Leiter vom KH Meran aus, Begleiterinnen durch das Labyrinth der Diagnose und Therapie im Falle einer Mamma-Karzinom-Erkrankung und Bindeglied zwischen Patientinnen, Angehörigen und ärztlichem Personal.

Allgemeine Informationen zum Brustgesundheitszentrum Brixen-Meran sind zu Bürozeiten unter der Grünen Nummer 800 77 88 00 erhältlich.


LPA - 11.03.10
 

http://www.frauen-arbeit.bz.it/305d7300.html

 

 

 

© 2018 BrustGesundheitZentrum Tirol - Zentrum für Diagnostik und Therapie von Brusterkrankungen
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